Die üblichen dummen Fragen eines Neueinsteigers (Klappe die 1001ste)

    • Die üblichen dummen Fragen eines Neueinsteigers (Klappe die 1001ste)

      Hallo,

      Das was jetzt kommt haben wahrscheinlich Leute, die schon länger in diesem System sind, schon viel zu oft gehört... aber das hält mich nicht ab! Ich möchte mich in Zukunft näher mit dem WarmaHordes System befassen (ich hab schon ein wenig gelesen, aber ich hätte gerne noch einige Meinungen aktiver Spieler) und egal ob man bereits Erfahrung aus anderen Systemen hat, Turnierspieler war oder Casual oder irgendwas dazwischen... ein neues System ist auch immer ein komplett neues "Blank Sheet" (zumindest in meinen Augen). Daher haben sich bei mir einige Fragen ergeben, die ich gerne in die Runde werfen würde. Ich gebe zu bedenken, dass es mir nicht darum geht hyper-competitive zu sein oder sonstwas, sondern in erster Linie darum Spass an einem neuen Spielsystem zu finden und auch mich in das System hereinzufinden.

      Kommen wir zur ersten Frage meinerseits:
      Der Unterschied zwischen Focus und Fury.... Grundlegend habe ich begriffen wie die beiden Systeme funktionieren, ich wüsste gerne aber welches EURER Meinung nach einfacher für einen Neueinsteigern zu handlen ist. Die Warlocks der Hordes Armeen oder doch die Warcaster der Warmachine Armeen?

      Frage zwei... die Faction-Wahl:
      Gibt es Armeen, die für Neueinsteiger eher geeignet sind als andere (ich kenne den Rat "Nimm was dir optisch gefällt", aber da mir so einige Fraktionen gefallen ist das schwer genug) und gibt es welche, die man aufgrund bestimmter Quirks oder Sonderregeln vielleicht als Einsteiger ein wenig meiden sollte. Die Frage steht hier übrigens unabhängig von Sachen wie dem aktuellen lokalen oder nationalen Meta oder sonstwas.

      Das wären erstmal so meine grundlegenden Fragen, ich drohe aber jetzt schon an dass mir weitere einfallen könnten!
      Ich hoffe aber, dass ihr mir die Fragen ein wenig beantworten könnt.
    • moin und willkommen im system.

      Focus ist recht was einfacher zu benutzen. es ist vom management sehr simpel und geradeaus, hast focus drauf darfst was machen. bei fury musst du immer schauen, wo ist was drauf, kann ich das nächste runde ziehen, ist mein beast nach dem charge noch in reichweite zum forcen, kann ich transferen?

      zum them fraktion, du lernst eh ein neues system, also lerne das was dir am besten gefällt. fraktionen wie khador oder scyrah sind da aber sicher einfacher zu durchschauen wie legion oder die cg.
    • Ich versuche mal, das ganze möglichst knapp und übersichtlich zu beantworten:
      Focus vs Fury: Beides mMn gleich einfach/schwer. Allgemein ist es so, dass Focus eher mit "Ressourcen-Management", Fury eher mit "Risiko-Management" verglichen wird. Da sollte man überlegen, was einem besser gefällt... toller Tip ;-). Allgemein wird Fury als etwas stärkere Mechanik angesehen, aber das war ja nicht deine Frage. Mein einzig echter Punkt, der aus meiner Sicht eher für eine Anfängerfreundlichkeit spricht, ist die Frage nach der Caster/Warlock-Devensive. Mir erscheint es einfacher abzuwägen, wieviele Fury ich campen muss, um sicher zu stehen, als das bei Fokus der Fall ist. Daher würde ich sagen, dass die Fury-Mechanik ganz leicht vorne ist inpuncto Einsteigerfreundlichkeit.
      Fraktionen die ich für den Anfang nicht empfehlen würde: CoC, Grymkin (,soon Infernals). Die haben beide relativ eigene Sonderregeln, die von der Mechanik z.T. stark von denen der anderen Fraktionen abweichen - für den Anfang vielleicht nicht wirklich günstig.
      Ich hoffe das hilft dir weiter... Grüße und guten Einstieg
      Teams: EPC/WarKHaspers, No Homers (C), Sisters Vagina (C), Sucker Punch (C), Cunning Stunts, Uganda PowerRangers, Germany Black (C), Germany Fafnir
      Passives Mitglied: Bitch Slap
    • Meine bisherige Erfahrung ist, dass Warmachine einfacher ist als Hordes was das Nachdenken über die Ressource angeht.Deine Warbeasts haben oft mehr Fury als ein Warjack haben könnte und insgesamt kannst du sehr viel mehr Fury pro Runde benutzen als in WM Focus (was ja irgendwie logisch ist, du verteilst ja nichts Vorhandenes sondern produzierst neu). Die Beasts könnten halt in unguten Momenten ausrasten.
      Wichtige Entscheidungen muss man allerdings bei beidem dann treffen. "Wer kriegt jetzt mehr Fokus" bzw "wieviel braucht der Caster noch" oder "welches Beast behält mehr Fury und bei welchem will ich das gar nicht?". Auf der anderen Seite kann man das Warbeast in den Gegner werfen und wenn es stirbt, lässt man das Fury halt im Äther verschwinden und hat ein Problem weniger. :D

      Was Fury/Fokus angeht, finde ich am Ende keinen großen Unterschied in der Schwierigkeit. Es funktioniert anders aber wenn man das begriffen hat, würd ich das nicht als Faktor nehmen zur Auswahl einer Armee.

      Was ich aber schwieriger an Hordes finde, sind die Synergien. Da gibt es auch einiges in Warmachine, aber durch die ganzen Animi von den Warbeasts allein entsteht ein Support Element, was Warmachine Jacks nicht haben. D.h. da muss ich öfter drüber nachdenken, dass die Dinge in richtiger Reihenfolge aktivieren.
      Von daher finde ich Hordes schwerer als Warmachine was das Zusammenspiel der einzelnen Modelle angeht. Meiner Erfahrung nach waren Warmachine Einheiten wie auch Jacks unabhängiger als Hordes Einheiten/Beasts, die meistens noch von irgendwas abhängig waren wie bestimmte Schutz-Auren, Zaubern, etc.

      Grymkin und Trolle sind übrigens kein so guter Einstieg. Zumindest das Infanterie-Theme von Grymkin. :D
      Viele Armeen lassen sich einigermaßen einfach spielen. Von daher einfach hier ( LOS Warmachine University )mal die ganzen Dinge anschauen und eher nach Optik und Spielstil gehen als nach Schwierigkeit. Das Spiel ist ohnehin ziemlich kompliziert, egal womit. :D (aber spaßig!)

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    • Persönlich find ich Fury leichter zu habdhaben als Focus weil man während des zuges entscheiden kann wie viel man aufbauen muss
      Bei Fokus passiert es mir heute noch , dass mir mitten im Zug auffällt, dass ich bsp das letzte Modell das noch sterben muss damit mein Plan funktioniert nicht mehr angegriffen werden kann weil ich
      Jack x zu wenig zugeteilt habe.

      Mag aber auch daran liegen dass ich mi Fury deutlich geübter bin, was die Handhabung angeht.

      Zur Fraktionswahl. Würde dir dann doch raten zu spielen was dir gefällt. Schwierig ist es am Anfang immer. Spielestile finden sich verschiedneste in allen Fraktionen und das Meta wandelt sich die letzten Jahre doch recht schnell. Da find ichs wichtiger Puppen zu haben die man wirklich richtig kuhl findet.
      Als wir uns schließlich selbst erkannten
      und alles ziemlich scheiße fanden
      da hatten wir das Wichtigste kapiert
    • Ich würde auch wie alle anderen hier sagen, dass Focus und Fury von der Schwierigkeit her gleich sind. Beide haben ihre feinheiten die man lernen muss. Und ich bin da selber auch noch leihe. Bis jetzt hab ich aber so den Eindruck das man in Hordes das reaktivere Spiel hat. Und Warmachine eher von nem guten Plan im voraus lebt. So is fury flexibler aber auch risikohafter, während bei Focus die Menge fix ist und besser geplant werden muss was in welcher Menge wohin kommt. Häufig hab ich es das ich auf meinem Jack 1-2 Focus noch liegen habe oder mir einer fehlt weil ich den output von dem Jack falsch eingeschätzt habe. Aber wie gesagt das sind feinheiten.

      So und zu welcher Fraktion soll man zum Einstieg raten. Letztlich würde ich dir empfehlen gehen nach deinem spielstil. Jede Fraktion unterstützt da einen besonders gut. Warnen möchte ich da nur vor grymkin, convergence of cyris und infernals. Da diese in der Grundmechanik noch mals anders sind könnte das für den Einstieg schwieriger sein.
    • Die Grundmechanik von Fokus und Fury ist weniger problematisch für Einsteiger. Das hast Du nach einer handvoll Spielen locker raus. Wie @Absinthix schon festgestellt hat, funktionieren drei Fraktionen (alle später dazugekommen) etwas anders und sind auch nicht mit einer so umfassenden Modellauswahl gesegnet.

      Was für Einsteiger schwierig ist, ist die Vielzahl an Sonderregeln, Zaubern und Synergien durch unterschiedlichste Boni. Es wird Dir nicht oft passieren, dass Du aufgrund eines versehentlich verschobenen oder vergessenen Fury oder Fokus ein Spiel verlierst. Fast alle Mitspieler der Community weisen gerade Einsteiger auch sehr freundlich auf manche Details oder im Moment vergessene Regeln hin. Die Komplexität des Spiels ist (wie ich finde guterweise) ziemlich hoch und auch nach Jahren des Spiels muss man erst von einer Liste vermöbelt werden, bevor man die Folgen einer ganz bestimmten und bis dato ungesehenen Kombination von Modellen und deren Regeln erkennt. Tatsächlich erreicht man irgendwann den Punkt, wo weder Fraktionen noch Modelle den Sieg entscheiden: Übung und Umsicht sind häufiger die Ursache. Und ja, manchmal verwürfelt man auch ein Spiel.

      Bei der Frage der Fraktionen gilt im Kern: Wähle, was Dir gefällt. Fraktionshopping ist teuer und führt nicht zu genug Übung, um mitspielen zu können. Entscheid Dich für eine, die Dir optisch und spielerisch zusagt. Die einzelnen Fraktionsforen oder erfahrene Spieler diskutieren da gerne drüber.
    • Erstmal willkommen in einer der besten Communities im deutschen Tabletop!

      Vaux wrote:

      Der Unterschied zwischen Focus und Fury.... Grundlegend habe ich begriffen wie die beiden Systeme funktionieren, ich wüsste gerne aber welches EURER Meinung nach einfacher für einen Neueinsteigern zu handlen ist. Die Warlocks der Hordes Armeen oder doch die Warcaster der Warmachine Armeen?
      Focus ist übersichtlicher. Du kannst dir am Anfang vom Zug genau Gedanken machen, welcher Focuspunkt von deinem Caster wo landet. Selbst wenn du dann noch "Anfängerfehler" machst, wie aus der CTRL rauslaufen, musst du nicht an eine Gardine an Regeln und Fällen denken, sondern kannst dich mit den "Konsequenzen" dann im nächsten Zug auseinandersetzen, das macht das Grundsätzliche Spielgefühl des Systems klarer.
      Das soll aber nicht heißen, dass Fury jetzt so viel komplizierter ist, dass du erst 100 Stunden Focus gespielt haben musst um es zu verstehen - Fury geht auch super als Einstieg. Du hast halt mehr Möglichkeiten und musst auf mehr "achten", vor allem wenn du neu ins System kommst. Das macht die Lernkurve am Anfang etwas steiler, aber nicht so steil, dass du keinen Einstieg findest.
      Diese Frage (Focus oder Fury) sollte/ist bestenfalls das Zünglein an der Waage für den Einstieg.

      Deine Andere Frage:

      Vaux wrote:

      Gibt es Armeen, die für Neueinsteiger eher geeignet sind als andere (ich kenne den Rat "Nimm was dir optisch gefällt", aber da mir so einige Fraktionen gefallen ist das schwer genug) und gibt es welche, die man aufgrund bestimmter Quirks oder Sonderregeln vielleicht als Einsteiger ein wenig meiden sollte.
      ist viel wichtiger. Und ja, "Nimm was dir optisch gefällt" ist durchaus ein valider und guter Rat - die Puppen wollen ja auch bunt werden und das macht mehr Spaß, wenn sie gefallen. Dabei sei aber noch als * Anmerkung darauf verwiesen, dass viele Fraktionen coole Puppen haben, aber die coolen Puppen nicht wirklich "Spieltauglich" sind. Gerade für den Einstieg bietet es sich an zu schauen, was denn so gespielt wird bei den Fraktionen, deren genereller Stil dir gefällt. So läufst du nicht Gefahr Geld für Puppen liegen zu lassen, die später nur Staubfänger sind (meine Highshields, die meine erste Einheit im WM war, die ich besessen habe vor vielen vielen Jahren sind immernoch unbemalt ... ... ...)

      Also quasi vom Denkbaum her etwas sowas:

      Mir gefallen Fraktionen A-B-C-D vom Stil her. Bei A-C-D werden Modelle gespielt, die mir optisch zusagen. Bei A-C werden Modelle SEHR häufig gespielt/sind staples die mir optisch zusagen. C hat die Focus Mechanik.

      So oder so bietet sich aber:

      Schmedi wrote:

      Da sich die einzelnen Fraktionen ja sehr unterscheiden, lehn dir doch von einem Gegner deine bevorzugte Fraktion aus (oder proxxe) und spiele die mal. Das hat mir seinerzeit als Student mit beschränktem Budget geholfen um die richtige Fraktion zu finden.
      an bevor du auch nur einen einzelnen Cent liegen lässt ... schau erstmal obs dir allgemein zusagt vom Spielgefühl her, vor allem wenn du schwankst.

      Dir wird aufgefallen sein, dass ich mich bewusst fern gehalten habe von "diese Fraktion ist schwer für Anfänger" ... und das ist auch Absicht. Wenn du in das System einsteigst ist der "Schwierigkeitsunterschied" zwischen den Fraktionen verhältnismäßig gering zum Spiel an sich. Klar sind Khador mit ihren dicken doofies etwas mehr "straight forward" als Legion-Glaskinn-Engel, wenn du aber erstmal das Spiel an sich kannst, dann ist es nur ein "bei X muss ich auf Y achten" Denkmuster, dass du dir aneignen wirst, egal von was du ausgehst.
      MhHaHäHuiHoaxen!
      http://xkcd.com/798/
    • Pflichte meinem Vorredner bei, möchte aber noch folgendes ergänzen:

      M.M.n. wichtig ist, dass du in deinem Spielkreis guckst, was so die anderen schon haben. Das Spiel ist zwar durchaus fordernd und unterhaltsam im Mirror-Match, auf Dauer aber auch nicht das, was du dir gerne wünschst, v.a. wenn du es verhindern könntest. Ich hab ursprünglich mal (2003/04) mit Menoth angefangen, weil bei mir im Laden viele Cryx und Cygnar und ein paar Khador gespielt haben (gab damals nur die 4 Startfraktionen), aber kaum jemand Menoth.

      Ansonsten möchte ich auch noch ein paar Anmerkungen zu Fraktionen machen:

      Cygnar: eine Fraktion, die stärker als andere auf Fernkampf und combined arms ausgehen kann, durchschnittliche Stats, leicht bessere Stats in Verteidigungswerten (einseitige Listen oder letzte Trends werde ich hier generell nicht thematisieren, nur die Grundrichtung)
      Menoth: eine Fraktion, die stärker über denial arbeitet, etwas unterdurchschnittliche Stats und etwas langsamer, dafür aber oft Vorteile, wenn Verluste hinzunehmen sind
      Cryx: stärker auf Debuffs ausgelegt; oft unterdurchschnittliche Stats (überdurchschnittlich, wenn Gegner debuffed), dafür oft billig und mit teils mit recursion Elementen
      Khador: die mathematischste Fraktion des Startquartetts; etwas überdurchschnittliche Werte, insbesondere in der Offensive, dafür wenig(er) Tricks und Buffmöglichkeiten;
      Mercenaries: unübersichtliche Riesenfraktion mit etlichen Subfactions; würde ich die Finger von lassen!
      Elfen: Bisschen ein Zwitterding aus Cygnar- und Khador-Elementen mit guten Fernkampf- und Nahkampfspezialisten; combined Arms Fraktion (mit stark geschmacksabhängigen Jacks)
      Convergence: Seit Jahren kaum von PP beachtete Subfraktion, die sie mal rausgebracht haben, um Plastikspritzguss zu testen; spezielles Zeug, interessant aber stark limitiert und für den Anfang: Finger weg!
      Crucible Guard: recht neu da und daher in Mode; bisschen Zwitterding aus Cygnar und Cryx mit besserem Fernkampf als die ursprüngliche Fernkampfarmee Nr. 1 und ein paar anderen Tricks; denkbar auch für den Start, aber spezialisierte und verengte Fraktionen wären nicht meine erste Wahl...

      Legion: eine klassische Hit-n-Run-Armee (mehr mit Hit, weniger Run) und Alpha-Strike Fraktion; hohe Geschwindigkeit und Geländegängigkeit, wenig(er) Grundschaden und meist schlechte(re) Panzerungswerte; häufiger Beastheavy und etwas mehr Tendenz zu Nahkampf
      Circle: mobile, durchgängig geländegängige Fraktion, nicht ganz so alpha-strike wie Legion, nicht ganz so oft beastheavy; stark Nahkampflastig
      Trolle: zäheste Hordes-Fraktion mit hohen Panzerungswerten, durchgängig tough und sehr synergielastig; Tendenz zu Nahkampf
      Skorne: Battleengine-Fraktion und combined Arms Fraktion mit etwas größerem Ausschlag Richtung Nahkampf (trotzdem sehr starke Schussoptionen) und stumpfe Gewalt
      Minions: wieder in zwei Subteile zerfallende Fraktion; Finger vorerst weg.
      Grymkin: schräges Zeug und die Modewelle vor Crucible Guard; Finger vorerst weg.

      The post was edited 1 time, last by Prometheus ().

    • Bin begeistert vom Feedback hier! Ich würde ab diesem Punkt auch dazu Raten, die Fraktionen mal aufzuzählen, die dir gefallen und deren Spielstil zu analysieren! Zur Not mit Proxies. Ich habe aber auch mit zwei Starterboxen angefangen, bis sich herauskristallisiert hat welche Fraktion erstmal "den Fokus" bekommt!

      Ps: willkommen beim Tabletop mit der Besten Spielbalance (auf dieser Größe und Komplexität) :)