Brighid und Caul Fan Fiction

    • Brighid und Caul Fan Fiction

      „Wir durchstreifen jetzt schon seit Wochen diesen Wald, Caul. Zeit, aufzugeben. Es ist nicht hier.“


      Caul schnaubte nur. Dieses Gespräch hatte er die letzten Tage schon mehrfach geführt. „Es ist hier, Brighid. Ich spüre es. Das Biest ist hier.“


      Seit Jahren schon folgte er der Fährte des Wesens. Trainierte unentwegt, stählte seinen Körper und seinen Verstand gleichermaßen. Nach und nach kam er der Bestie näher. Mit dem Tipp eines betrunkenen Cygnarischen Deserteurs vor einigen Wochen, in einer heruntergekommenen Kaschemme, war er seiner Beute näher als je zuvor.


      „Ich verstehe nicht, warum wir unsere Zeit hier verschwenden. Der Sturmlord hat sicher andere Verwendung für uns“ sagte Brighid und rollte mit den Augen. Caul rieb sich die Schläfen. Er konnte die Frustration seiner Begleitung verstehen, hatte er ihr doch nicht erzählt, weshalb er von diesem Ziel nicht abließ. Wie die Bestie über seinen Stamm herfiel, eines Nachts vor Jahren, und viele der seinen im Schlaf zertrampelte. „Wenn du willst, geh. Ich bringe das zuende.“ Brighid runzelte die Stirn und sah ihn lange an. Caul war sich nicht sicher, wie Sie reagieren würde. Sie hatte Ihren eigenen Willen. Gut möglich, dass Sie wortlos kehrt machen würde.

      Stattdessen riss Brighid die Augen auf. „Da vorn.“ Caul folgte Ihrem ausgestreckten Finger. Etwas blitzte im Dickicht. Caul schob ein wenig verworfene Erde weg. Vor ihm lag eine Artilleriekartusche, matt schimmerte die bronzene Hülse durch das Dickicht. Caul fuhr mit einem Finger den Rand der Kartusche entlang und leckte ihn ab. Brighid verzog angewidert die Augen. „Der Kot ist noch frisch. Es ist nah.“

      Vorsichtig schlichen die beiden weiter. Die Fährte wurde immer eindeutiger. Dicke Schleifspuren zogen sich durch das Unterholz. Die beiden kamen an eine Lichtung und schoben Ranken und Gestrüpp beiseite. Was sie sahen, verschlug Ihnen den Atem. „Es… ich hätte nicht gedacht, das es so schön ist“, raunte Brighid.


      Vor Ihnen erstreckte sich die Bank eines plätschernden Flusses. An dessen Rand stand ein Cygnarischer Bunker. Es trank bedächtig durch sein Kanonenrohr. Cauls Knöchel traten weiß hervor, als er seine Axt umklammerte. „Sieh nur… es ist trächtig!“


      Tatsächlich fing der Bunker an, zu zucken. Das Geräusch von biegendem Stahl störte die Stille, als sich die Bestie vor Schmerzen wand. Endlich öffnete sich die Tür an der Rückseite des Bunkers. Zwei Trencher fielen heraus. Hilflos krochen Sie auf dem Boden umher und schrien nach Ihrer Mutter. Caul verlagerte sein Gewicht und zerbrach einen Zweig. Der Geräusch des brechenden Holzes ließ den Mutterbunker aufschrecken. Schützend schob er sich zwischen die Gefahr und seine Jungen.


      Brighid sah Caul fragend an. Er wusste, Sie würde tun was er hier für richtig hielt. Caul biss die Zähne zusammen, bis er schließlich den Griff seiner Axt lockerte. „Wir gehen“, schnaubte er und wand sich wortlos ab. Brighid lächelte. Kurz sah Sie dem Bunker und seinen Jungen nach, wie sie sich den Flusslauf entlangschoben, bevor Sie Ihrem Partner folgte.


      Danke an @Candytrash für das Preyen meines Bunkers mit Brighid und Caul am Samstag, und für @waffls und @zich für die dämlichen Gedankenspiele, die zu diesem qualitativ äußerst hochwertigem Fanfiction führten ;)